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Litauen

Erfolgreiches Seminar in Litauen wird bald zu ersten Treibhausgas-Szenarien führen

Litauen

Das LIFE Peat Restore Projekt hat 2018 große Forstschritte gemacht. In allen Projektgebieten wurde das Vegetations- und hydrologische Monitoring eingerichtet, einschließlich der Installation von automatischen Wasserloggern und Brunnen zur Messung des Wasserspiegels auf den Flächen.

Die Daten aus dem Monitoring sind eine Schlüsselkomponente für die Berechnung der Treibhausgasemissionen (THG) sowie des Treibhauspotenzials (GWP) nach dem GEST-Ansatz (zur detaillierteren Erläuterung der GEST-Technik siehe: https://life-peat-restore.eu/en/greenhouse-gas-monitoring-stations-installed-project-areas-latvia/ ). Zusätzlich zu den GEST-Schätzungen begann LIFE Peat Restore 2018 mit den direkten THG-Messungen, bei denen geschlossene transparente und intransparente Kammern verwendet werden (siehe gleicher Link).

Die LIFE Peat Restore Partner haben den Großteil des Sommers 2017 und 2018 damit verbracht, Vegetationsformen im Feld zu erfassen und zu kartieren. Infolgedessen wurden GEST-Typen identifiziert und GEST-Karten für alle Projektstandorte erstellt.

Aufbauend auf der harten Arbeit der Partner während der Vegetationsperioden waren die Hauptpartner von LIFE Peat Restore – Universität Lettland, NABU, Universität Tallinn, Lithuanian Fund for Nature (LFN) und Klub Przyrodników – vom 22. bis 26. Oktober 2018 zu Gast beim LFN in Vilnius.

Es war eine Woche voller lebhafter Diskussionen. Besonders viel Zeit wurde den an jedem Standort identifizierten GEST-Typen gewidmet, wobei jeder Partner die Ergebnisse seiner Untersuchungen im Sommer mit einer Zusammenfassung der GEST-Typen und ersten Berechnungen der Treibhausgasemissionen auf der Grundlage des GEST-Katalogs präsentierte. Besonderes Augenmerk wurde auf die Kohlenstoffbindung von Bäumen und Wäldern gelegt, deren Auswirkungen auf die Berechnungen erheblich sind. Dieses Thema zu diskutieren ist wichtig, um signifikante Lücken oder Abweichungen von den erhaltenen Emissionsdaten zu vermeiden.

Das Treffen war entscheidend für ein gemeinsames Verständnis der Parameter zur Berechnung des Treibhausgasflusses für jeden Standort. Basierend auf den gewonnenen Daten wird die Bilanz für alle Standorte unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien berechnet:

Ein Business as usual-Szenario, bei dem die derzeit degradierten Moore nicht renaturiert werden. In diesem Fall dürften die Emissionen über den Zeitraum von 30 bis 50 Jahren relativ konstant bleiben.

Ein Renaturierungsszenario, bei dem Maßnahmen auch tatsächlich durchgeführt werden. Es wird erwartet, dass sich die aktuellen Emissionen aus den Projektflächen durch die Renaturierungssmaßnahmen im Zeitraum von 30 bis 50 Jahren reduzieren werden. LIFE Peat Restore arbeitet derzeit daran, die Berechnungen für die ersten Treibhausgasbilanzszenarien für jeden Projektstandort abzuschließen, deren Ergebnisse bald veröffentlicht werden können.

Darüber hinaus bot das Treffen in Vilnius eine gute Gelegenheit für einen Workshop, um die verschiedenen Messsysteme, die im Projekt LIFE Peat Restore eingesetzt werden, vor Ort zu testen. Techniker aus Deutschland, Lettland und Estland trafen sich zum ersten Mal, um die verschiedenen verwendeten Geräte zu testen und zu kalibrieren.